robert-sw
 

Vorfreude!!!
Nur mehr wenige Tage trennen mich von meiner Lieblingsjahreszeit: AfterWettkampfwochen!!! 

Meine Top10 Freuden nach Podo 2011:

1.Kein Blick mehr auf gebrauchte Wattepatronen und alte Buckelwale im Hallenbad!

2.Keinen Meter auf der absolut eingelaufenen Intervallmeile zur Mole und retour! 

3.Vermeidung von Augenkrebs vom starren Blick auf das doofe SRM! 

4.Kein Anruf mit Screen-Bild eines tourengehenden Trainers! 

5.Kein Schlucken von Arginin mit Fischspermageschmack und golfballgrossen BCAAs

6.Bier, Wein, Captain Morgan, Moods nach dem Schnitzel mit Pommsen

7.Abschaffung der Tageseinteilung die sich vorrangig nach Aufgeschriebenen und dem Wetter richtet.

8.Conti Podium oder Competition? WURSCHT!!!

9.Kein Logistigdoktorat mehr für Koppeltraining in PoDo

10.Keine Runde mehr in Podersdorf zu fahren!!!

Und das bekomme ich alles, wenn ich PoDo abgewickelt habe. Na schau ma halt, dass wir das schnell über die Bühne

bringen!!! 

 
Rad au pair
Nach dem Ironman-Kärnten suchte Obmann Robert L. ein Au-Pair-Männchen für sein Rad, um seinen vom Trainer offiziell genehmigten Urlaub anzutreten. Wolfgang G. zeigte sich einverstanden. Wolfgang G. wollte das Rad in einen Koffer packen und beiseite stellen, weil ihn die dauernde Erinnerung an den Ruhm des Obmanns nervte.
Er stellte jedoch fest, dass es zu groß war und fragte die Dame vom Fach: Irina C., die wiederum meinte einen wahren Fachmann für solche Probleme zu kennen.
Miteinander ruften Sie Professor Rad-Rainer F. an, der die beiden an Herrn XY von der Podersdorfer Gemeinde weiterleitete – ein wahrer Fachmann behauptete Rainer F, der ebenfalls fand, dass Robert L. der Ruhm über den Kopf gestiegen sei.
Herr XY seinerseits behauptete für alle Probleme eine burgenländische Lösung zu haben: In nur 12 Sekunden hatte Herr XY das Rad so klein, dass es problemlos in den Koffer paßte.  
Herr XY, Prof. F., Wolf G. und Irina C. waren so glücklich, dass Sie dabei ganz vergaßen, wie sie das Rad wieder zusammenkriegen sollten, aber das meine Damen und Herren ist eine andere Geschichte.
Eines können wir aber vorab schon verraten: Irina C. meinte einen echten Fachmann dafür zu kennen……

Motorsäge

 
Mission possible

Mission possible
Mein heuriges Saisonziel - na eigentlich das "Endziel" meines 2-Jahresendedessportszyklusses - sollte der IM Klagenfurt sein, mit Draufgabe Hawaii im Oktober. So mein Plan bis vor 5 Wochen. Doch nach meinen zwei, für mich überraschenden, Platzierungen in Wien und Neufeld, konnte ich den Gedanken einer weiteren Fortsetzung meiner persönlichen Sport-Erfolgsststory nicht mehr abschütteln. Es wird also, wenn ma g´sund bleim, ein weiteres Jahr mit Herrn Lang in der granny-klasse geben.  Es ist einfach zu schön sich 9 Monate lang die Sinnfrage von umfangreichen Training zu stellen, um dann in 2-8:34 Stunden davon wieder zu zehren damit man die nächsten 9 Monate irgendwie wieder durchsteht. Pervers,aber das wird sowieso niemand verstehen der das nicht schon einmal gemacht hat.
Das war alles bereits vor Klagenfurt in meinem Hirn so abgelegt. Und in Klagenfurt konnte ich meine nicht publizierten, kühnen, Träume verwirklichen. Was ich am 3.7. erreichen will wird man ja nur allzuoft gefragt. Anders als unsere Paradaansageathleten, lasse ich mich da auf keine waghalsigen Sprüche ein. Muss ich ja keine Sponsoren oder das eigene Ego befriedigen. Eine Zeit unter 9 Stundten, evtl. unter die Top20, bzw. meine Zeit von Podersdorf 2010 bei einem "richtigen" Ironman zu bestätigen. Das wären ja dann eh 8:40, was ich ja schon als sehr "aus dem Fenster gelehnt" bezeichnen würde.
Die Vorbereitung entsprach ja ca. 90% der Vorgaben meines Trainers. Dieser schrieb mir nach dem Viennaman, dass ich die Gabe habe "nur" 90% zu trainieren, aber dann 110% am Wettkampftag abrufen zu können. Dem ist nichts hinzuzufügen. Da gibt es doch Trainingseinheiten wo ich eine Woche vor dem Bewerb um die Uhrzeit aufstehen soll wie am Ironmantag (3:30), um danach bis zum fiktiven Starttermin (7 Uhr) abzuwarten, dann einige Liegestütz zu machen (...) und weiter soweit abzuwarten bis ich 3 Stunden im Ironmantempo radle und darauf 20 km im IM-Tempo laufe, damit ich beim prognostizierten Zieleinlauf auch mein Training beende. 90% Training bedeutet dann für mich, dass ich die Einheit mache aber nicht um 3:30 aufstehe - sorry Roly - ich weiss wie man sich um diese Uhrzeit fühlt.
Also Klagenfurt - was war da?
6:59 Uhr: "Bitte Agegrouper langsam ins Wasser gehen"....so eine schwachsinnige Startansage hab ich überhaupt noch nicht gehört. "Langsam" bedeutet, dass alle um mich halt schwimmen gegangen sind - und es um 6:59 los gegangen ist. Gut für mich, denn die Profis sind sowieso 100m vor uns gestartet.
Schwimmen war für mich von der ersten bis zur letzten Sekunde absolut langweilig. Keine Ahnung wo ich bin, ob ich schnell genug schwimme, wo die nächste Boje ist, ob ich dem Nebenmann, der mir gerade einen Bratzenschlag gegeben hat, eine nussen soll, etc.
Nach 55 Minuten (88.Platzierung) endlich raus aus dem Element meiner Nichtbegierde. Auf mein Rad und ab zur Aufholjagt. Ich jagte, immer mit einem Blick auf mein SRM, von einer kleinen Gruppe zur nächsten. Nach Ende der ersten Runde, und Überholen meines Lieblingsbauern, war plötzlich Ende der Fahnenstange. Kein Radler weit und breit zu sehen. Da sich meine lieben Zuschauerkollegen so gut in den Massen versteckt haben, konnte ich auch nichts über meine Platzierung oder einem Rückstand zur nächsten Gruppe erfahren. Also wurde die zweite Runde vollkommen alleine bewältigt. Nur einzelne Versprengte aus der Spitzengruppe zeigten mir an, dass da noch Menschen vor mir radfahren.
Der zweite Teil der Reise ging wirklich optimal vorbei. Ich konnte mich gut ernähren und hatte keinerlei Einbruch. Eigentlich kam ich mir nicht besonders schnell vor, besonders in der ersten Runde hatte ich das Gefühl nicht mein Potential auszuschöpfen. Hier wäre es mal interessant wirklich was zu "riskieren" - aber das mach ich wenn ich älter bin...
Dann wechselte ich so als 8. oder 10. (genaueres wäre bei einer umfangreichen Analyse des schwachsinnigen Zeitnehmungstools zu erfahren) zum laufen. Mit Mario Fink, lief ich die ersten Kilometer in meinem vorgehabten 4:10er Schnitt an, um zu bemerken, dass dieses Tempo nach ca. 10 km doch zu hoch angesetzt ist. Irgendwie schaffte ich es nicht mehr diesen Schnitt zu laufen. Mario lief mir daraufhin davon und ich ein einsames Rennen. Erst 6km vor dem Ziel erholte ich mich, und lief wieder mein angepeiltes Tempo. Nur weil die Marathondistanz unbedingt weltrekordtauglich gemacht werden musste lief ich unter 2:56...ansonsten wären es ehrliche 3:00 geworden.
Conclusio:

Sehr zufrieden mit: Platzierung (10), Radperformance, erste und letzte 6km Lauf, Betreuung beim Laufen (danke Toni), Zielempfang durch Gischi, Karli und Christoph

Bedingt zufrieden mit: Laufleistung

Nicht zufrieden mit: eh nix


 
 
Das Schlimmste ist vorbei...
...zumindest bis Klagenfurt. Von nun an geht´s mit dem Umfang deutlich runter - die Intensität bleibt spezifisch.
Nach 35 Wochen Training kann ich eine durchaus positive Zwischenbilanz ziehen und darf ein interessantes Rennen in Kärnten erwarten. 
Sehr intensiv haben sich die letzten 5 Wochen gestaltet. Hohe Umfänge (zwischen 22 und 30 Stundenwochen) wären ja noch vorstellbar,
doch auch die Intensität war teilweise a bissal schlimm. Besonders gefürchtet die Ausfahrten im geplanten Wettkampftempo. Umfang
135 km zuzüglich Lauf im geplanten Wettkampftempo zuzüglich Lauf 5 % schneller als Wettkampftempo. Da trifft man sich halt mit

seinem Trainingsabschnittspartner um 9 in der Früh und der eine freut sich am späten Nachmittag auf die familiy - ich auf die Couch.

Dieses Wochenende dann noch 1 1/2 Wettkämpfe eingepackt ins "normale" Training. Samstag auf Einladung des Trainingscamps in Podersdorf
2 Runden auf der Austria-Triathlon Strecke mit anschließendem Weinlauf in Gols. Weinlauf leider nicht Medoc Marathon mit Weinlabestationen,
sondern ein sehr einsames Rennen in den (sicher für Spaziergänger) wunderschönen Weingärten von Gols auf schlecht laufbarem Schotter.

Trotzdem konnte ich hier den Sieg einheimsen. Toller Preis: Magnumflasche Sekt von Szigeti (Yes!!!).Sonntag dann stand der Leithaberg Radmarathon auf dem Programm. Vorgabe des Trainers: Mitrollen und die Attacken innerhalb von 2 Minuten mitgehen - Berge in geplanter Wettkampfintensität. Durchführung der Schützlinge: Rainer mag keine Radfahrer und fuhr ein alleinsames Rennen im geplanten Wettkampftempo. Herr Lang machte es so wie der Herr Trainer vorgeschrieben hat. Bergauf aber ohne SRM - weil Ausfall. Bis zur letzten Runde konnte ich in der Spitzengruppe bleiben, doch die letzte Attacke zur Kaisereiche war eine Spur zu intensiv. 

Nun ist also das Gröbste erledigt. Wenn ich mir die nächsten 3 Wochen so ansehe, dann wird mir ganz wohl ums Herz. Meist nur eine
Einheit pro Tag....da werde ich mir wohl ein Buch anschaffen, was soll ich denn sonst den ganzen Tag machen :-)

Ja und froh bin ich, dass mir der Herr Trainer 1 Woche Urlaub gibt. Nach einem kurzen Check bei der Arbeiterkammer (Pro´s haben keine
Lobby), habe ich diesen doch dankend angenommen, und muss diesen gleich nach Klagenfurt antreten. 
 
My Viennaman
Nach einer sehr harten Trainingswoche mit dem Herrn Ing.Rainer in Klagenfurt konnte ich
kurz 2 Tage die Beine hoch legen, bevor es in die "Tapering"-Woche für den Viennaman gehen
sollte. Tapering auf Dühisch bedeutet: Montag 3x70min Rad im IM-Tempo, Dienstag 32km laufen

inklusive 13 km IM-Tempo - und das eingebettet in eine Saltin-Diät. Dann ab Mittwoch durfte

ich rausnehmen. Danke! Immerhin :-) 

Voriges Jahr hatte ich sogar in der Woche des Viennamans eine kleine Lebens-Sinnkrise, so 
wenig stand da am Trainingsplan.
Also mit halben Tapering, aber doch ein wenig Vorfreude (die Euphorie für Wettkämpfe wie andere Kollegen
konnte ich noch nie aufbringen - wollte schon in der Schule keine Prüfungen) erwartete
ich den Samstag. Beim Viennaman bin ich ja schon gefühlte 235x gestartet, irgendwie mag
ich das Rennen. St. Pölten kann ich aufgrund der Wellenstarts wenig abgewinnen. Kampf in
der Altersklassenwelle, und dann abwarten was insgesamt rauskommt ist so nicht meines.
Samstag, 28.5.2011, die Schlechtwetterfront ist bei Tagwache direkt über Neusiedl. 10 Grad,
Regen, Sturm.
Na wurscht, soll ja bis 12:00 lt. Internet vorbei sein. Beim einchecken dann kurze Überlegung
ob ich es dem Herrn Ing. gleichmachen soll: einchecken und auschecken innerhalb von 5 Minuten...
Entscheide mich aber dann doch zu starten und am Rad nix zu riskieren (bin ja auch so ein
Lulu-Fahrer)
Angeblich wurde die Schwimmstrecke auf 1,6km verkürzt (warum auch immer - is doch eh wurscht).
Doch das kann ich nach den Zeiten danach nicht bestätigen (das wäre dann schon a bisserl bedenklich).
Im Wasser wie immer: keine Ahnung wo ich im Feld was machen soll....schwimme irgendwelchen 
Phantomen nach und hoffe dass dies meine unmittelbaren Kontrahenten sind. Diese wären der
Tscheche Vabrousek, Georg Swoboda, Andi Fuchs und Michael Szymoniuk. Sonst habe ich die 
Starterliste nicht durchstudiert - is ja grundsätzlich wurscht, kann ich eh nicht beeinflussen.
Dem Schwimmen entstieg ich als 9. und merkte in der Wechselzone, dass all die Aufgezählten
bereits aus dem Wasser und sich gerade im Umziehen befanden. Na nicht sooo toll - aber noch
nix passiert. Schneller Wechsel (jawohl auch das kann ich mitlerweile) ohne meine sicherheits-
halber bereitgelegten Ärmlinge überzustreifen - das wäre dann den Tick zu lange gewesen.
Auf der Radstrecke passierte eigentlich nur das Vorhersehbare: Nach der ersten Runde nutzte
der Schurli seine einzige Chance und fuhr der Gruppe (Leute siehe oben) davon. Aufgrund der
vorab krassierenden Gerüchte einer Verletzung, war bei ihm aber an ein ernsthaftes Laufen nur mit sehr hohem Realitätsverlust zu denken. Also war mir das Wegfahren von ihm wurscht. So fuhren wir im 4er Pack, aber fair (wir
hatten sogar ein eigenes Begleitmoped mit einem Kampfrichter), unsere 4 Runden ab. Es war 
für mich eine wirkliche Jausenfahrt. Die ersten 50 Minuten noch mit fast 280 Watt, fiel diese
Messzahl danach auf unter 250 Watt. Auch meine Pulskurve war, erstmals in einem Wettkampf, 
laufend gefallen. Da der Luftwiderstand mit dem Quadrat der Geschwindigkeit wächst, habe ich mich für 
einen Verbleib in der Gruppe entschieden, und begnügte mich mit einem knappen 40er Schnitt :-).
Ergebnis ggü. Vorjahr: Knapp 20(!!) Watt weniger - aber nur 3 Minuten langsamer - any questions???

Das zum Thema wo es sinnvoller ist Energie zu investieren.

Weiterer "Beweis" meine heurige Performance beim Laufen. Eigentlich wollte ich nur die ersten 2-3 km Gas geben, um mich von der vorauszusehenden Gruppe (ebenso die obigen Leute) ein wenig absetzen zu können. Wobei Vabrousek nicht auf meiner Liste gestanden ist - der ist für mich eine eigene Liga (dachte ich mir halt so).

Also gingen wir es mit einem 3:30er Schnitt an. Nicht zu denken das länger zu laufen. Doch bei der ersten Steigung (ok - es waren 5 Meter) lief ich zu Vabrousek, der 5 Meter vor mir gelaufen ist, auf. Schurli Swoboda

war 3,5 Minuten vor uns, alle anderen Bewerber konnten wir bereits abhängen. Schulter an Schulter
liefen wir aber das Anfangstempo in etwa weiter. Eigentlich unmöglich für mich, wollte ich den
20km Lauf in einem 4er Schnitt runterlaufen (im Vorjahr 4:10). Doch ich hatte an diesem Tag extrem
lockere und schnelle Beine (natürlich auch wegen der Jausenradfahrt). Bis 5km vor dem Ziel lief ich mit dem Tschechen ein tolles, und vor
allem, schnelles Rennen. Wir pendelten uns bei einem 3:35er bis 3:37er Schnitt ein. Dann ein paar
schnelle Schritte von Petr denen ich nicht folgen konnte/wollte. Das war dann schlußendlich der zweite
Platz für mich. Mit 1:12 für die 20 km war ich aber selbst am meisten überrascht. 8 Minuten schneller
als im Vorjahr. Wie das geht, muss mein Trainer beantworten - ich selbst war/bin sprachlos. Jetzt
bin ich natürlich super Zuversichtlich für den Ironman Klagenfurt. Habe mir wieder selbst bewiesen, 
dass ich mich in Rennen einfach überproportional steigern kann. Bin super zufrieden und fürchte mich nur
vor den nächsten 2 Trainingswochen. Die erste Woche: 700km Rad/100km Lauf und das nicht locker....Montag
Abfahrt nach Bad Radkersburg - war eh schon lange nicht weg :-)
 
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