Es ist Februar… genauer gsogt der 7te Februar… Es ist koit- sehr koit, eisig und nebelig… und wir? Wir stehn einfoch nur da… nach knapp 8h:30min so kurz vor dem Ziel…. Unser Blick wandert nach links- Das Gasthaus „Waldschenke“ ist heute geschlossen, – Bei der Sternstein Winterchallenge geht es zurück in ein Gasthaus im Ort. Aber vorher müssen wir noch zur Sternsteinwarte hinauf. Ein Mann kommt aus dem Gasthaus raus. Vermutlich der Wirt an seinem wohlverdienten freien Tag. Er siacht uns und schüttelt kurz den Kopf—da hätten wir uns scho was denken müssen …. Unser Blick geht Berg auf… Eis und Schnee spiegelt sich in unseren Stirnlampen, die Beine sind müde, müde von über 8 Stunden Rutschpartie vom Linzer Zentrum bis hier her… Wir schauen uns gegenseitig an, dann wieder nach oben. Der Nebel zieht weiter zu und so treffen wir eine Entscheidung…. Nein zur Warte schaffen wirs heute nicht mehr… viel zu gefährlich… und gfrein tuts uns ehrlich gsagt a nimma-aber beim nächsten Mal….irgendwie fühlt es sich doch „unfertig“ an.

…. Tja und so beginnt das Herbstabenteuer des Sternstein- Trails. Das ganze Jahr trainieren wir sowieso für unsere Bewerbe, Triathlon, Marathon, Donautrail mit 55 km .. da sollten die 42,2 Km und 1650 Höhenmeter schon locker drinnen sein. Jetzt machen wirs jo eh scho mit unserer Erfahrung 😝 Diesmal schaffen wirs sogar EINmal nach Hainburg und laufen eine coole Strecke (Braunsberg- Schlossberg- Braunsberg) Somit sollten wir ja top vorbereitet sein 😊 zumindest haben wir diesmal mehr Berge trainiert als bei all den anderen Trailruns zusammen.

Wie immer geht es früh morgens mit dem besten (Papa) Taxi in die Linzer Innenstadt. Beim Sternstein- Trail gibt es- obwohl es ein organisiertes Event ist- keinen einheitlichen Start. Du schläfst dich aus, frühstückst ordentlich, reist gemütlich an und läufst einfach los wauns dich gfreit. Ganz ohne Stress. Natürlich sehen wir den Christoph, der das Ganze veranstaltet, wieder. Er begrüßt uns schon so herzlich wie Familienmitglieder und wünscht uns viel Spaß! Den hom ma bei deinen Events immer!!!

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Wieder haben wir unsere Einheitsstrategie angewendet- Berg auf wird flott gegangen und Berg ab und in der Ebene laufen wir. Dass der Sternsteintrail viel „einfacher“ ist wie der Donautrail haben wir schon bei der Winterchallenge erahnen können. Und an dem heutigen Herbsttag konnten wir das schöne Wetter und die traumhafte Landschaft auch genießen. Ganz süß fanden wir folgende Situation: Schon beim Donautrail gibt es eine Stelle, wo man durch eine kleine Straße durchläuft.- Dort stehen immer 2 Jungs, die uns jedes Mal fröhlich begrüßen und zu einer selbst aufgebauten Labestation einladen. Und auch heute stehen sie wieder!! Und diesmal mit offiziellen T-Shirts des Events! Jungs ihr seid grandios!!!

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So traben wir weiter und haben wieder viel Zeit unsere Zweisamkeit so richtig zu genießen! Wir reflektieren das Leben, machen (Sport) Pläne fürs nächste Jahr und genießen die Stunden in der Natur. So schnell wie man sich versieht sind wir auch schon auf der Gis- Für uns das „langweiligste“ Stück ehrlich gsagt. Dann geht’s weiter zur Giselawarte- Da siacht ma moi wieder wie wunderschön Oberösterreich ist, und ich bekomme wieder mal „Heimweh“. Weiter geht’s zur nächsten Labe in Kirchschlag- Ah da geht’s doch rauf zum Bogenparcours— ja Bogenschießen sollt ma a mal wieder gehen—und schon haben wir das nächste Gesprächsthema und vergessen auf die leckere Nudelsuppe, die dort angeboten wird…

Die nächsten Kilometer verfliegen und schon stehen wir bei einer der genialsten Labestationen überhaupt…. Wir sind in der Waldinsel angekommen. Mitten in einem Golfplatz… der Tisch ist gefüllt, sodass er sich unter der Last biegt und nach dem 3ten Stück Schweinebraten mit Erdäpfelkäsbrot fragen wir uns, ob wir schon auf der Ziellabe angekommen sind… oder ob wir nicht einfach da bleiben, bis alles aufgegessen ist. Schweinebraten, Verhakertes, Senf, Kren,Liptauer, Erdäpfelkas, Brot, Obst und Gmias …. Alles, was man sich erträumt… und das bei KM 28… Es heißt ja nicht umsonst: Die letzten Kilometer bei einem Marathon sind die schwersten—- Im Normalfall weil es da erst so richtig „weh“ tut—Heute, weil ma überlegt ob man der Versuchung nachgibt und sich einfach vollfuttert und den Rest einfach sausen lässt, oder ob ma mit so einem vollen Bauch überhaupt nu laufen kann.

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Pflichtbewusst wie wir sind, lassen wir aber noch ein bissi was für die anderen über und laufen weiter… Unsere Sportgels lassen wir ab jetzt bleiben und holen uns die Kraft nun vom Schwein im Bauchal! Weil man aber nach so einem deftigen Essen eine Nachspeise braucht, holen wir uns bei der nächsten Labe noch einen Mohnkuchen. Ja der Sternsteintrail ist noch mehr Genusslauf als der Donautrail! Großartig Christoph! Du hast die besten Caterer in ganz Linz organisiert!!!!

Und nun ist es endlich soweit… Wir stehen am Fuße eben der Wiese, die uns im Februar das fürchten gelehrt hat…Diesmal- ohne Schnee und Eis- schauts garnimma so bedrohlich aus. Und die Leut die scho Richtung Ziel laufen wirken a nu recht munter und fit. Oiso geht’s für uns des letzte Stückerl rauf zum Sternstein und der Sternsteinwarte… und jo… jetzt wissen wir warum der Lauf „Trail“ heißt… des letzte Stückerl hats in sich… Schotter, Steine, steile Stellen. Owa das Beste sind die Leute die dir entgegenkommen: „Boid bist oben!“ „Gleich bist beim Gipfelstamperl!“ „Den Erdbeerschnaps musst kosten!“ Und wir gfrein uns!!! A Verdauungsschnapserl ist jetzt wahrscheinlich a genau das richtige 😊. So stiefeln wir weiter, und jetzt merkten ma a wieviel KM wir wirklich in de Haxn hom…

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Bei der Warte angekommen steht wirklich a Schnapsstandl da und wir entscheiden uns für „Erdbeer“ und „Zirbe“ — Voi lecker und des gibt uns noch die Kraft für die letzten Meter…. Beziehungsweise Zusatzmeter… Irgendwer von uns wollt ja unbedingt nu de 104 Stiegen rauf auf die Warte… wer des wohl war 😜…. Aber oben bietet sich a toller Blick über die Landschaft… und jetzt sind wir auch versöhnt … es fühlt sich „komplett“ an!

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Beflügelt geht’s nu die letzten paar Meter runter und wir stehen beim Gasthaus Waldschenke! Es wird getrunken, gegessen und gefeiert….

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Wir machen uns auf den Weg und gehen unserem „Taxi“ entgegen. Auf dem Weg treffen wir nu 2 Mitstreiter, die wir auch nu mit nach Haus nehmen. Von dem Gasthaus geht’s nämlich nur mit einem stündlich fahrenden Bus, z Fuaß oder wie wir- Mit Privatchauffeur wieder ham! Papa danke, dasst die Findelkinder mitgenommen hast. A Gaudi war auch, dass wir draufkommen sind, dass wir eine gemeinsame Bekannte hom! Gruß an die Anita die immer in ihrem Auto schläft 😊

Und weil ma nu ned genug gessen haben an dem Tog hat die Mama zu Haus a nu die besten gebackenen Hendlflügerl mit Reis gmacht… Nach dem Sport soll ma ja wieder Energie zuführen ham ma mal ghört….🤣

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