Da es so ein geiles Event ist und auch fast direkt vor der Haustür ist, habe ich mich gleich nach dem Rennen letztes Jahr nochmals angemeldet.
Winter und Frühjahr war voller Höhen und Tiefen … Krank, Probleme mit dem Oberschenkel (siehe Donautrail und Prag Marathon Bericht), auf der anderen Seite aber auch viele sehr gute Trainings, vor allem im Schwimmen läufts schön langsam wieder und auch das Laufen ging in den Trainings schmerzfrei …
In der Woche vor dem Rennen wird dann Jacky krank und kann schließlich gar nicht beim Olympischen starten. Am Donnerstag vor dem Rennen wurde meine Oma mit kritischem Zustand ins Spital eingeliefert und am Freitag war auch klar, dass es dem Ende zuging…
Lange überlegt, ob ich überhaupt starten soll/kann. Schließlich entschied ich mich für einen Start und brachte das Rad am Samstag-Nachmittag nach Samorin. Jacky begleitete mich und wir ergatterten mit etwas Diskussion zumindest ihre Pasta Party Gutscheine. Pasta Party – wie immer in Samorin – MEGA lecker!!! Danach kurzer Bike- und Helmcheck … leider haben sich die Magnete vom Visor gelöst und halten nicht mehr richtig (am Mittwoch bin ich noch ohne Probleme damit gefahren), scheiß drauf, fahr ich halt mit Sonnenbrille … Anschließend ab nach Hause und ins Bettchen.
Nach einer unruhigen Nacht schon um 5:30 ohne Wecker munter gewesen, alles Restliche eingepackt und dann gings, in Begleitung von Jacky und Keanu wieder nach Samorin.
Nach der Ankunft schnell das Run Bag und die Verpflegung in die Wechselzone gebracht, mein Radl hatte gut geschlafen und war bereit für die 90 km. Nach einem Frühstück im Auto und anfeuern der Pro’s am Beginn der Radstrecke, gingen wir zum Schwimmstart, Temperaturen schon 24 Grad … das wird sicher lustig …
Erst im letzten Moment vor dem Start ab in den Neo um nicht zu überhitzen und schon gings los in den 16 Grad kühlen Donaukanal. Gleich einen super Rhythmus gefunden, das war der schönste Teil des Tages, soviel kann ich schon verraten … Nach 35:44 war das Schwimmen schon vorbei.
In der Wechselzone, das nächste Problem … meine Uhr wollte das Schwimmen nicht beenden und bliebt trotz mehrmaligem Drücken im Schwimmmodus … egal, ich hab ja eh noch den Edge … ab auf die Radstrecke. Einen km nach der Wechselzone hat sich die Uhr dann doch entschieden, auf die Wechselzone zu wechseln und gleich drauf war sie dann auch bereit fürs radln …
Am Weg aus Samorin wollt ich dann ein wenig Gas geben, da meldete sich der lädierte Oberschenkel wieder … sobald ich über 200 Watt treten wollte, kam ein schmerzender Stich zurück, na gut, dann fahr ich halt so zwischen 180-190 Watt. Bissl Wind trieb mich zumindest bis zum Kraftwerk an … trotz meiner schlechten Wattwerte konnte ich unzählige Athlet:innen überholen, was mich dann schon sehr wunderte, da auch einige The Championship Teilnehmer mit den schwarzen Startnummern dabei waren, die 30 Minuten vor mir gestartet sind.
Bei km 50 wollte ich nach der zweiten Flasche greifen, hing die nur noch irgendwie in der Halterung, die anscheinend gebrochen war … mit etwas hin und her, hatte ich dann die leere Flasche – war vom LTC daher wollte ich sie nicht wegwerfen – im Trikot stecken und die zweite volle Flasche im anderen Flaschenhalter … najo, Hauptsache nicht die wertvolle Verpflegung verloren!!! Auf dem Rückweg war ich fast alleine unterwegs, hatte da auch viel Zeit zum Nachdenken, über meine Oma und meinem Opa (der schon 2010 gestorben ist), viele lustige Momente an die ich mich erinnerte und irgendwie hatte ich das Gefühl, dass sie in diesem Moment wiedervereint sind …
Nach 2:35 war dann auch das Radln vorbei, der Oberschenkel zwickte, machte aber nicht komplett zu, schau ma mal wie’s beim Laufen wird.
Mittlerweile wars auch schon ordentlich heiß, ich versuchte mich gleich ordentlich zu kühlen, nahm jeden Kühlschwamm, Wasserbecher und „Duschmöglichkeit“ wahr, die es gab. Nach 6 km sah ich Jacky und eigentlich wollte ich gar nicht mehr … die letzten zwei Wettkämpfe auch nur irgendwie drübergenudelt, schaute das hier auch schon danach aus und ich hatte absolut keinen Bock mehr … andererseits waren es nur noch 15 km … und die Pferdemedaille wollte ich doch in meiner Sammlung haben.
Bei km 9 holte ich mir Verpflegung und Kühlung von der Labestation und Jacky ging neben der Strecke ein Stück mit mir spazieren inkl. Selfie … mehr als joggen war eh nimma drinnen, also wars auch schon wurscht …
Irgendwie vergingen dann doch die letzten km und als ich in den Zielkanal einbog, stand Keanu im Family Point und rannte mit mir ins Ziel, hätte nicht damit gerechnet und seine aufbauenden Worte, konnten meine Enttäuschung fast wieder wettmachen.
Die Medaille war heuer extrem schön und auf der Ziellabe konnte ich noch das letzte Bier – leider ein warmes – ergattern. Irgendwie war ich dann doch froh und stolz, dass ich es durchgezogen habe, auch wenn es mit genau 5:32:00 meine mit Abstand langsamste Zeit in Samorin war. Jetzt heißt es erstmal regenerieren und den Oberschenkel wieder hinbekommen!
Danke an Keanu und Jacky für’s Anfeuern und Unterstützen!!! Ohne euch hätte ich es heute nicht ins Ziel geschafft!!
Auf dem Weg nach Hause kam dann die traurige Gewissheit, Oma ist kurz nach meinem Zieleinlauf in Frieden eingeschlafen … machs gut und umarme Opa von mir!!
PS: Für 2027 hab ich mich auch schon wieder angemeldet, auf ein 7tes Mal Challenge Samorn, ich freu mich drauf!! 🙂




