Traumkulisse trotz Schaltungsproblemen
Der 38. Mondsee 5 Seen Radmarathon war auch heuer wieder ein echtes Highlight im Rennkalender. Auf der 200 Kilometer langen Tour warteten zahlreiche landschaftliche Höhepunkte und rund 2.800 Höhenmeter auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Trotz des Beginns der ersten großen Hitzewelle des Sommers waren die Bedingungen für mich überraschend angenehm. Die hohen Temperaturen machten mir deutlich weniger zu schaffen als erwartet.
Von Beginn an fand ich einen guten Rhythmus und konnte die wunderschöne Streckenführung durch das Salzkammergut in vollen Zügen genießen. Besonders gefallen hat mir, dass sich die vielen Höhenmeter auf zahlreiche kürzere Anstiege verteilten. Dadurch blieb der Rhythmus erhalten und die Steigungen waren nie extrem lang oder besonders steil – genau die Art von Strecke, die mir liegt.
Eine unerwartete Herausforderung wartete allerdings auf den letzten rund 50 Kilometern. Plötzlich verabschiedete sich die Batterie meiner elektronischen Schaltung. Von diesem Zeitpunkt an war nur noch etwa alle 15 Minuten ein Gangwechsel möglich. Dadurch musste ich viele Abschnitte mit einer deutlich zu hohen Trittfrequenz absolvieren und konnte mich nicht mehr optimal auf das Gelände einstellen. Das kostete zwar Kraft, hielt mich aber nicht davon ab, den Marathon erfolgreich zu Ende zu fahren.
Nach 7:02:07 Stunden erreichte ich das Ziel in Mondsee. Damit belegte ich den 409. Gesamtrang sowie den 73. Platz in der Altersklasse HAKU60.
Trotz des technischen Defekts überwiegen die positiven Eindrücke ganz klar. Die traumhafte Landschaft des Salzkammerguts, die hervorragende Organisation und die abwechslungsreiche Streckenführung machten den Mondsee 5 Seen Radmarathon zu einem rundum gelungenen Erlebnis. Ich freue mich schon darauf, im nächsten Jahr – dann hoffentlich mit einer vollgeladenen Schaltungsbatterie – wieder an den Start zu gehen.
