Der Wettkampftag begann früh am Morgen mit einem kleinen Frühstück, danach ging’s ab in die Wechselzone zum letzten Check der Ausrüstung und um die Verpflegung zu positionieren. Hier wartete leider eine unangenehme Überraschung – der Reifen war geplatzt. Schnell, aber ruhig machte ich mich ans Wechseln. Danach wieder zurück ins Hotel um noch schnell einen Ersatzschlauch zu holen und als Reserve wieder am Rad zu verstauen. Bleibt zu hoffen, dass damit auf der Strecke dann hoffentlich alles glatt geht. Trotz alledem, war ich voller Vorfreude, die Stimmung im Startbereich war wieder einmal beeindruckend und elektrisierend. Hunderte Athletinnen und Athleten strömten zur Wechselzone. Jetzt gings weiter zum Schwimmstart, wo Renate, Wolfgang, Fam. Zmugg, Ingeborg und Leo schon warteten. Ingeborg und ich gingen in unseren Startbereich, unsere Anspannung und Nervosität wuchs.
Nach dem Signal begann das Schwimmen. Obwohl sehr viele Teilnehmer dicht nebeneinander schwammen, gelang es mir, ruhig zu bleiben und meinen Rhythmus zu finden. Innerlich hatte ich hier bereits das Gefühl, dass ich diese Teildisziplin bereits schneller als im Vorjahr absolvieren würde.
Nach dem Wechsel auf das Fahrrad war es mein Ziel so konstant wie möglich zu fahren um die Energie gut einzuteilen. Die Verpflegung funktionierte wie geplant und auch kleinere schwierigere Passagen konnten mich nicht aus dem Konzept bringen Die Strecke war anspruchsvoll und verlangte einiges an Ausdauer ab. Auf einmal gegen Ende der zweiten Runde wurden meine Beine jedoch plötzlich unbeweglich und starr. Ich musste absteigen, meine Beine verkrampften Vollends. Ich versuchte die Oberschenkel zu massieren und wartete bis sich der Krampf löste. Danach ging’s weiter und ab in WZ 2.
Der Marathon war diesmal eine große mentale Herausforderung aufgrund meiner unbeweglichen Beine. Wie soll ich laufen, wenn meine Beine nicht meinem Kopf gehorchen wollen? Ich mich kaum gehend von starken Krämpfen gezeichnet fortbewegen kann? Schließlich schaffte ich ein paar Schritte zu traben, aber mein Körper wollte immer wieder nur langsam gehen und Pausen zum Lockern der Muskeln machen. Ich versuchte auf meinen Körper zu hören, zu gehen und immer wieder langsam ins Traben zu kommen. Die Verpflegung versuchte ich zu optimieren und so mental und körperlich wieder Kraft zu bekommen. Ein Gewitter mit leichter Abkühlung und die Unterstützung durch Renate und Wolfgang, Fam. Zmugg, Leo, Hedi und Jürgen & Andrea halfen dabei diese schwierigen Phasen zu überwinden.
Als ich schließlich den Zielkanal erreichte, war ich überwältigt von Freude und Erleichterung. In diesem Moment mischten sich Erschöpfung, Stolz und Dankbarkeit. Alle Mühen hatten sich gelohnt. Diese Erfahrung hat mir gezeigt, dass man mit Disziplin, Ausdauer und starkem Willen auch scheinbar Unmögliches erreichen kann.
Danke an meine Frau Hedi, die immer an meiner Seite war, und an meine Trainerin Renate, die mich zu Höchstleistungen gebracht hat – dieser Triathlon war auch euer Verdienst. Vielen Danke an ALLE die mich auf meinem Weg begleitet und unterstützt haben.
