Bericht IM Klagenfurt Ingeborg Hartner am Sonntag 14.6.2026

Mein Mann und ich sind bereits am Freitag in Klagenfurt angereist um uns zu akklimatisieren. Gleich nach der Registrierung sind wir durch die Messe geschlendert und haben ein bisschen „dies und das“ käuflich erworben. 😁 Musste sein!

Ich habe die Energie am Bewerbsstart schon am Stubenbergsee als knisternd und sehr emotional beschrieben, ABER in Klagenfurt war der „Gänsehaut-Effekt“ noch mehr zu spüren. Einfach atemberaubend. Gleich zu Beginn am Schwimmstart war auch meine ganze Familie anwesend, was für mich noch zusätzlich ein absolutes Highlight war. Ich habe mich bei der Schwimmdistanz auf 1:20 – 1:30 eingeordnet. Sehr ambitioniert – mit einer Zeit von 1:41 bin ich schlussendlich aus dem Lendkanal ausgestiegen. Schwimmen zählte nicht zu meiner Lieblingsdisziplin, daher war es wichtig für mich ruhig zu bleiben, zu atmen und eine Boje nach der anderen abzuarbeiten. Aber durch den türkisen wunderschönen Wörthersee mit all den anderen Athlet*innen zu kraulen war etwas ganz Besonderes!

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Dann ging es auch schon weiter zur T1, gesäumt von jubelnden Menschen, die mich anfeuerten, als gäbe es kein Morgen. Da standen sie dann ALLE, meine Familie, Renate, Wolfgang, Hedi und die Familie Zmugg. Ein wunderschönes Gefühl. 🥰 Ich war ehrlich gesagt auch froh aus dem Wasser zu sein.

Als nächstes ging es raus auf die Radstrecke. Ich musste 180 km mit über 1800 Höhenmetern absolvieren. Wieder waren da diese Menschenmassen, die gefühlt nur für mich da waren! Der Fahrtwind hat meine Tränen unsichtbar gemacht. Und da war er wieder: Mein persönlicher Fanclub🥰, lauter als alle anderen. So motivierend. Wenn es für „Tränen vergießen“ eine Auszeichnung geben würde, hätte ich einen Stockerlplatz. Auf der Strecke selbst war auch die Hölle los. Die Anrainer waren mit Lautsprechern und sogar mit kompletten Gartengarnituren am Straßenrand platziert. Ich musste ständig lachen. Da die Strecke doch sehr anspruchsvoll war, hatte ich die Kette mal eher links-links oder eben rechts-rechts. Höchstgeschwindigkeit 61 km/h. Verstrichene Zeit: 6:56. Bin sehr zufrieden mit meiner Leistung.

Na bitte Radstrecke überlebt, jetzt in die T2 zum Laufen. Noch schnell „essen und trinken“, ab in die Laufschuhe und weiter ging es durch die jubelnden Menschen. Die hatten wirklich Ausdauer. Jetzt kam meine Disziplin, und ich wusste mein „Family and Friends-Fanclub“ wird mich durch diesen Marathon tragen. Meine Leute waren gefühlt überall. Einfach traumhaft. Renate, Wolfgang und Hedi waren mit dem Rad unterwegs und feuerten mich an. Das Salzwasser an den Versorgungsstationen war nur für meine Tränen. Auch entlang der Laufstrecke standen Menschenmassen, die mich anfeuerten, Musikanlagen so groß, ich konnte es nicht glauben! Renate ermahnte mich, dass ich bei sechs Minuten bleiben solle, nicht schneller, sondern kontrolliert! Nach der 1. Runde ging es mir sehr gut. In der 2. Runde wurde es wolkiger und es begann zu donnern. War nicht so schlimm, aber dann kam auf einmal der Hagel – erbsengroß und schmerzhaft! Ich brachte mich unter einer Eisenbahnbrücke in Sicherheit. Renate war mit dem Rad an meiner Seite und hörte sie nur schreien: Ich bin sooo stolz auf dich, du bist die drittschnellste Österreicherin (AK). Wurde dann im Endeffekt 2.

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Und dann endlich: der Zieleinlauf war in Sicht! Ich bog links ab durch die grölenden (nicht übertrieben) Fans Richtung Zielbogen. Ich erinnerte mich selbst: Glocke nicht vergessen! Und da war er, der rot-schwarze Teppich, die Musik, der Sprecher der sagte: „Ingeborg YOU ARE AN IRONMAN“. Und noch ein Zuckerl dazu: Vizestaatsmeisterin in meiner Altersklasse mit einer Laufzeit von 4:34:22 und ein Daylightfinish!

Nach so vielen emotionalen Momenten, Höhen und Tiefen diesen Satz zu hören ist nicht in Worte zu fassen. Ich war so überwältigt, so dankbar, so glücklich. Ich hatte es endlich geschafft, trotz der vielen Rückschläge. Der Teppich könnte ruhig länger sein 😁 Dank Salzwasser hatte ich noch genug Tränen in mir und die mussten nun raus!

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Im Finisher-Bereich habe ich schnell noch etwas getrunken und dann ging es schon hinaus zu meiner Familie, zu meinen Freunden und zu meiner Trainerin Renate (die übrigens auch Salzwasser gebraucht hätte😁)

Dankeschön an meine Familie die nur wegen mir angereist sind: Lisa-Marie, Tristan, Alina, Thomas, Janienne und Marcus. Ihr seid die BESTEN!!! Sogar Nero unser Hund war mit!

Vielen Dank an ALLE die mich unterstützt haben 🥰

Leo, du bist die größte Stütze für mich in dieser Zeit gewesen. Du hast viel mitgemacht, Höhen und Tiefen. Du hast dein komplettes Leben meinem Training untergeordnet. Da macht nicht jeder mit🥰 Danke dafür 🥰

Last but not least: Renate Pflamitzer…. Meine persönliche Trainerin, die mich schon länger mit Trainingsplänen versorgt. Und mit Sicherheit das eine oder andere graue Haar lassen hat müssen🥰 Ohne dich wäre es nicht möglich gewesen. Danke für deine Geduld, auch für deine Ehrlichkeit!!!! Du bist SPITZE ☺️☺️😚Auf weitere „wilde Sachen“ mit Dir! 🥰😚

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