Obwohl ich heuer nicht die besten Voraussetzungen für einen Triathlon hatte, wollte ich –aufgrund der schönen Landschaft- einen Bewerb am Stubenbergsee bestreiten.

Nach der langen Schlechtwetterperiode haben wir uns am Freitag den 24.5 ins JUFA Stubenbergsee einquartiert. Das Wetter war optimal, fast schon ein bisschen zu warm. Das Quartier befindet sich ca. 200m vom Start und ist daher ideal.

Um 6:30 aufstehen, um 7:00 Frühstück. Ich konnte vorher schon die Startunterlagen holen und war daher entspannt beim Frühstück. Um 8:00 einchecken und um 8:30 erfolgte die Wettkampfbesprechung in sehr entspannter Atmosphäre, da nur ca. 200 Teilnehmer für die (quasi) Halbdistanz am Start waren.

Um 9:00 erfolgte pünktlich der Start im 18° warmen Stubenbergsee. War sehr angenehm zu schwimmen und ich war auch mit meiner Schwimmzeit von knapp unter 33min für die 1,9km zufrieden.

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Danach „kurz“ in die Wechselzone und dann auf den (von mir) gefürchteten Radsplit. Aufgrund des Streckenprofils war ich im Vorfeld ein paar Mal mit dem Tri-Rad auf den Braunsberg gefahren um mal zu testen, ob ich überhaupt in der Lage bin eine ca. 4 km Steigung mit teilweise 10% mit diesem Rad zu fahren. Das hat funktioniert.
Die Strecke führte die ersten 40km tendenziell leicht bergauf in einer landschaftlich wirklich sehr schönen Gegend. Bei Birkfeld , ab km 40, kam dann die berüchtigte Steigung. Ich fuhr am „letzten Zacken“, aber ich schaffte es aufs „Gscheid“ ohne abzusteigen (wäre wirklich zu peinlich gewesen).
Danach die ersten 10km mit Schnitt 55km/h und weiter mit 2 kurzen Steigungen ins Ziel. 80km mit 991hm in einer (fĂĽr mich) akzeptablen Zeit von 2:51.
Das Problem war nur, dass sich meine muskulären Probleme am rechten Oberschenkel danach sehr stark bemerkbar gemacht haben. Ich musste das Rad im Gehen in die Wechselzone schieben.

Nach dem kurzen Wechsel ging es 5 mal um den Stubenbergsee. Super Strecke , super Bedingungen, schlechte Verfassung. Die ersten drei Runden waren noch halbwegs ok, ab Beginn der  4. Runde kam  der komplette Einbruch. Trotz frenetischer Anfeuerungen und Durchhalteparolen meine Lebensgefährtin, dachte ich ans Aufgeben. Aber Aufgeben ist keine Option (es wäre die Premiere in meinem 91. Wettkampf gewesen). Also Zähne zusammen beiĂźen und am Zahnfleisch weiterlaufen…

Nach 2:11 Minuten war dann endlich Schluss und ich war im Ziel. Ich wurde zwar in meine Altersgruppe Letzter und es waren  nur noch ca. 20 hinter mir, aber es war trotzdem wieder ein Erlebnis.

Ich werde es nächstes Jahr wieder versuchen, da es ein sehr schönes Event, in einer wunderschönen Gegend ist. Hoffentlich unter besseren Voraussetzungen

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