Mein Mai – IM 70.3 Jesolo und 2x durch den Wiener Prater

Mein Triathlonjahr ist heuer auf drei Halbdistanzen ausgelegt. Alle 2 Monate ist ein Ironman 70.3 fixiert: Anfang Mai Jesolo, Anfang Juli Jönköping und Mitte September Nizza, mein Höhepunkt bei der WM.

Das Jahr ist schon lange geplant. Muss auch so sein, denn beliebte Ironman Rennen sind meist bald nach dem Anmeldestart ausgebucht. Doch manchmal kommt es anders als geplant – und da ist dann Akzeptanz und Flexibilität gefordert. Aber alles der Reihe nach.

IM 70.3 Jesolo am 3. Mai 2026


Wolfgang und ich sind wie fast immer mit dem Wohnwagen angereist. Ein bisschen Urlaubsstimmung, gutes (wenn auch noch recht frisches) sonniges Wetter, weit weg von daheim. Allein sind wir auch nicht. Alex und Birgit, ihre Schwester Karin und Mama Elisabeth sind dabei. Wir fünf starten beim 70.3. „Mama“ Elisabeth betreut uns – und das macht sie mit viel Engagement und Herzblut 😍

Aber jetzt zum Bewerb – Birgit und Flo haben schon darüber berichtet, darum halte ich mich kurz. Ein schöner, stark besetzter IM70.3. Das Schwimmen im glatten Meer ist „1a“. Die Radstrecke – naja muss man mögen oder nicht. Grüne Hügel und Berge sind mir aber lieber. Dafür ist die Laufstrecke sehr schön und es gibt viele Zuschauer. Sehr gute Stimmung und das letzte Stück am Meer entlang und dann die Finish Line machen einen tollen Abschluss. Wenn man flache Radstrecken mag, kann ich Jesolo nur empfehlen. Stimmung 1a !!

Mit meinem Ergebnis bin ich mehr als zufrieden. Jesolo war für mich ein Vorbereitungswettkampf, schon mit Fokus, aber ich habe mir keine Bestleistung erwartet. Die sollte später im Jahr folgen 😉
Das Training dafür verlief gut. Psychische Belastungen über die letzten 6 Wochen hindurch haben mich aber immer wieder aus der Bahn geworfen. Somit wollte ich einfach mein „gerade Bestmögliches“ abliefern, keine 100% – aber zumindest 95%. Die mentale Stärke für die restlichen 5% hat gefehlt. Und genau das braucht man, um an seine Grenzen und darüber zu gehen.
Umso mehr habe ich mich über den 7. Platz in meiner AK50 gefreut. Bin ich doch heuer zum letzten Mal in dieser AK 🙈 Nach Platz 5 in Antalya freue ich mich, dass ich wieder ganz vorne mitmischen kann.

Auch den anderen ist es sehr gut gegangen. Birgit hat ihren ersten IM70.3 gefinisht und ist mega stolz. Wolfgang, Alex und Karin haben gute Zeiten abgeliefert.

Hier nochmals die Ergebnisse:
Flo Talos   4:40:03

Wolfgang Pflamitzer   4:53:07

Alex Schwarz   5:18:17

Renate Pflamitzer   5:34:59

Karin Zmugg   5:35:48

Birgit Stuhl   6:42:05


Weiter geht’s zum WINGS FOR LIFE WORLD RUN in Wien am 10.Mai 2026

Heuer war der Start erstmals vor Schönbrunn. Zwar sehr schön, aber auch sehr eng – zumindest enger als am Ring. Dadurch war das gefühlte Kreuz-und-Quer-Laufen extrem lang und hat enorme Konzentration verlangt. Das Wetter hat es gut gemeint – mit den Zusehern an der Strecke. Für uns Läufer war es definitiv zu heiß. Also keine Bestzeiten bzw. beste Umfänge. Aber egal. Hier zählt sowieso was anderes. Es ist die Stimmung am Start und mitten im Lauffeld. Gemeinsam was Gutes tun. Es sind die Emotionen, v.a. wenn das Catcher Car im Rücken sitzt und immer näher kommt.

Für mich war es heute ein Kampf. Ein anderer Kampf als sonst. Drei Tage nach einem Eingriff kann man zwar laufen, aber man kann nicht an seine Grenzen gehen. Der Körper lässt es dich spüren und drosselt das Tempo. Dennoch wollte ich weiterkämpfen, egal mit welchem Tempo. Zu jeder Zeit das gerade Bestmögliche geben. Ein Ziel haben und dranbleiben. Aber ich war noch nie so erleichtert beim Vorbeifahren des Catcher Cars wie heute.

Mit dabei war auch Wolfgang. Auch er hatte zu kämpfen und beendete viel früher als geplant.
In der Menge waren auch Birgit und Alex. Beide haben viele Kilometer gesammelt.
Bernhart ist auch an mir vorbeigelaufen. Und vermutlich noch viele andere LTC-ler.

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Und dann war da noch der ÖSTERREICHISCHE FRAUENLAUF im Wiener Prater am 31.Mai 2026

Nach vielen Jahren Pause vom Frauenlauf bin ich wieder einmal beim 10km Lauf gestartet. Es ist ein Event der Sonderklasse. 31.000 Mädels im Prater, ca. 7.000 beim 10er. Ich starte im ersten Block, stehe 2m hinter Julia Mayer und genieße diese unglaubliche Stimmung. Diese Emotionen beim Donau Walzer. Diese Vorspannung. Es gehen so viele Gedanken durch meinen Kopf. Alle Up & Downs der letzten Wochen. Ich könnte weinen vor Freude, hier stehen zu dürfen. Es gibt mir enorm viel Kraft für die kommenden Wochen.

10:25 Uhr Startschuss und schnell weg. Zu schnell weg, aber das ist mir in diesem Moment egal. Was für ein Gefühl 🥰!!!
Ich gebe alles, was heute bei diesen Temperaturen an einem Sommertag möglich ist. Ich kann nahe an meine Grenzen gehen. Und es ist einfach schön, dabei zu sein !!!

Im Ziel treffe ich Birgit und Alex und „Mama“ Elisabeth wieder (meine drei Schützlinge 😎). Birgit und Elisabeth haben den 5km Lauf gemacht, der um 9 Uhr gestartet ist. Danke für’s Warten !!
Wolfgang hat sich das Weiber-Spektakel nicht gegeben, er ist bei der Challenge in St. Pölten gestartet – als Vorbereitung für unser nächstes Event = IM70.3 in Jönköping, Schweden Anfang Juli.
Dort muss ich leider zuschauen. Nach Rücksprache konnte ich meinen Start auf 2027 verschieben. Aber das ist eine andere Geschichte….
Jetzt mal ein wenig Pause und dann mit neuer Kraft zum nächsten Ziel 🥰 „Nizza – ich komme“

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